Motivation und Erwartungen
Für mein Pflichtpraktikum wollte ich bewusst ein Unternehmen finden, das zu meinen persönlichen Interessen und beruflichen Vorstellungen passt. Da ich mich schon länger für Marketing, künstliche Intelligenz und digitale Geschäftsprozesse interessiere, war DRIVAR für mich eine spannende Möglichkeit. Besonders reizvoll fand ich außerdem die Vorstellung, in einem Startup zu arbeiten und dessen Entwicklung unmittelbar mitzuerleben.
Am Marketing begeistert mich vor allem die Verbindung aus Kreativität und wirtschaftlichem Denken. Ich finde es spannend, wie sich durch Bilder, Videos und Werbekampagnen Aufmerksamkeit erzeugen lässt und daraus im besten Fall ein messbarer wirtschaftlicher Erfolg entsteht.
Fachlich erhoffte ich mir, praktische Kenntnisse im Online-Marketing zu erwerben, insbesondere im Bereich Social Media. Gleichzeitig wollte ich Einblicke in weitere digitale Geschäftsbereiche erhalten und verstehen, wie ein Unternehmen im Alltag funktioniert.
Auf persönlicher Ebene wollte ich vor allem mein Zeit- und Selbstmanagement verbessern, effizienter arbeiten und lernen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Von der dynamischen und leistungsorientierten Arbeitskultur eines Startups erhoffte ich mir dafür ein besonders geeignetes Umfeld.
Bewerbung und Organisation
Auf DRIVAR wurde ich über die Jobplattform Indeed aufmerksam. Tatsächlich war es das erste Unternehmen, bei dem ich mich für mein Praktikum beworben habe. Zwar verschickte ich anschließend weitere Bewerbungen, allerdings erhielt ich von DRIVAR bereits frühzeitig eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
Dieses fand online über Zoom mit dem Geschäftsführer statt. Die Atmosphäre war sehr locker und angenehm. Im Mittelpunkt standen weniger konkrete fachliche Kenntnisse als vielmehr meine Persönlichkeit, meine Motivation und meine Einstellung zur Arbeit. Etwa eine Woche später erhielt ich bereits die Zusage.
Auch die organisatorische Vorbereitung verlief unkompliziert. Den Praktikumsvertrag stellte mir das Unternehmen zur Verfügung, sodass ich lediglich die erforderlichen Unterlagen meiner Hochschule ausfüllen musste.
Anderen Studierenden würde ich empfehlen, sich frühzeitig mit der Praktikumssuche auseinanderzusetzen und ausreichend Zeit in die Bewerbungsunterlagen zu investieren. So hat man die Möglichkeit, verschiedene Unternehmen zu vergleichen und einen Praktikumsplatz zu finden, der wirklich zu den eigenen Interessen passt.
Berufsbild
Während meines Praktikums war ich hauptsächlich im Online-Marketing tätig. Mein Schwerpunkt lag auf der Betreuung der Social-Media-Kanäle von DRIVAR, insbesondere Instagram, TikTok und YouTube.
Zu meinen Aufgaben gehörten die Entwicklung von Content-Ideen, die Planung und Produktion von Videos sowie deren Bearbeitung und Veröffentlichung. Darüber hinaus beschäftigte ich mich mit Influencer-Kooperationen, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Marketingkampagnen und der Pflege unserer Bewertungsprofile auf Google und Trustpilot. Auch die Kommunikation mit Vermietern und Partnern gehörte zu meinen Tätigkeiten.
Die Einarbeitung war relativ kurz und stark von Eigeninitiative geprägt. Zu Beginn erhielt ich ein Onboarding-Dokument mit den wichtigsten Informationen zum Unternehmen. Anschließend sollte ich mich selbstständig in verschiedene Themen einarbeiten und erste Konzepte entwickeln. Diese besprach ich mit meinen Kollegen oder dem Geschäftsführer, erhielt Feedback und konnte sie anschließend eigenständig umsetzen.
Mein Arbeitsalltag war sehr flexibel gestaltet. Da ich aus Stendal nach Magdeburg pendelte, durfte ich bereits während meiner Zugfahrt arbeiten. Meistens kam ich gegen 10 Uhr im Büro an. Mittags aßen wir häufig gemeinsam im Team, bevor ich meinen Arbeitstag in der Regel zwischen 17 und 18 Uhr beendete.
Trotz der Flexibilität gab es feste Strukturen zur Aufgabenplanung. Jeden Montag schickten wir dem Geschäftsführer unsere Ziele für die kommende Woche. Freitags fand ein gemeinsames Meeting statt, in dem wir die Ergebnisse besprachen.
Besonders gefallen hat mir, dass ich eigene Marketingideen entwickeln und nach kurzer Abstimmung selbstständig umsetzen durfte. Bei einigen Social-Media-Beiträgen war ich sogar für den gesamten Produktionsprozess verantwortlich, vom Skript über die Aufnahme bis zur Veröffentlichung.
Ein persönliches Erfolgserlebnis war ein von mir produziertes Reel mit einem McLaren, das rund 12.000 Aufrufe erreichte. Da wir zu diesem Zeitpunkt gezielt daran arbeiteten, unsere Reichweite zu steigern, war das für mich ein besonders motivierendes Ergebnis.
Unternehmenskultur
Die Unternehmenskultur bei DRIVAR würde ich als sehr offen, freundschaftlich und dynamisch beschreiben.
Alle Mitarbeitenden duzen sich, unabhängig von ihrer Position. Einen festen Dresscode gibt es nicht, allerdings wird auf ein gepflegtes Erscheinungsbild geachtet. Auch die Hierarchien sind sehr flach. Jeder kann eigene Ideen einbringen, und selbst als Praktikant hatte ich stets das Gefühl, dass meine Meinung ernst genommen wurde. Die endgültigen Entscheidungen lagen jedoch bei der Geschäftsführung.
Besonders positiv habe ich den Zusammenhalt innerhalb des Teams erlebt. Ich wurde von Anfang an herzlich aufgenommen und konnte mich jederzeit auf meine Kollegen verlassen. Häufig haben wir uns auch über die reguläre Arbeitszeit hinaus gegenseitig geholfen. Darüber hinaus unternahmen wir regelmäßig etwas zusammen, beispielsweise gemeinsame Restaurantbesuche, Barabende oder Volleyballspielen. Dadurch entstanden im Laufe der Zeit auch echte Freundschaften.
Die Arbeitsatmosphäre war stark vom jeweiligen Arbeitsaufkommen abhängig. An manchen Tagen herrschte eine sehr lockere Stimmung, während an anderen Tagen alle konzentriert und unter hohem Zeitdruck arbeiteten.
Eine Besonderheit war die ausgeprägte Fehlerkultur. Bei DRIVAR wird großer Wert darauf gelegt, Ideen schnell auszuprobieren, anstatt sie wochenlang theoretisch auszuarbeiten. Fehler werden dabei grundsätzlich als Lernmöglichkeiten betrachtet.
Allerdings brachte die Startup-Kultur auch Herausforderungen mit sich. Der Leistungsdruck war teilweise sehr hoch, und insbesondere bei Problemen konnte die Kommunikation angespannt werden. Auch die teilweise fehlenden festen Strukturen führten gelegentlich zu organisatorischen Schwierigkeiten.
Insgesamt habe ich dadurch gelernt, dass die große Flexibilität eines Startups viele Vorteile bietet, gleichzeitig aber klare Prozesse und eine konstruktive Kommunikation wichtig sind, um langfristig erfolgreich zusammenzuarbeiten.
Reflexion
Rückblickend wurden meine Erwartungen an das Praktikum deutlich übertroffen. Durch die Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben konnte ich Erfahrungen in Bereichen sammeln, mit denen ich vorher kaum Berührungspunkte hatte. Meine persönliche Lernkurve würde ich deshalb als ausgesprochen steil beschreiben.
Fachlich habe ich mich insbesondere im Marketing und Management weiterentwickelt. Durch meine Einbindung in das Tagesgeschäft konnte ich viele strategische Entscheidungen miterleben und besser verstehen, wie ein Unternehmen geführt wird. Ein weiterer Schwerpunkt war für mich der Umgang mit künstlicher Intelligenz. Ich konnte meine bereits vorhandenen Kenntnisse deutlich vertiefen und habe gelernt, wie KI-Anwendungen Arbeitsprozesse unterstützen und effizienter gestalten können.
Auch persönlich habe ich große Fortschritte gemacht. Insbesondere mein Selbst- und Zeitmanagement, meine Problemlösungsfähigkeiten und mein Durchsetzungsvermögen haben sich verbessert. Gleichzeitig habe ich gelernt, mit Stress und hoher Verantwortung umzugehen.
Eine der größten Herausforderungen stellte für mich der direkte Kundenkontakt im operativen Tagesgeschäft dar. Besonders die Suche nach passenden Fahrzeugen unter Zeitdruck konnte nach einem langen Arbeitstag sehr anstrengend sein. Positiv war jedoch, dass das Unternehmen diese Belastung erkannte und versuchte, sie durch wechselnde Zuständigkeiten auf mehrere Mitarbeitende zu verteilen.
Neben dem operativen Stress empfand ich den teilweise hohen Leistungsdruck als herausfordernd. Dabei habe ich für mich persönlich erkannt, dass produktives Arbeiten nicht ausschließlich daran gemessen werden sollte, wie viele Aufgaben erledigt werden, sondern vor allem daran, welchen tatsächlichen Mehrwert die Arbeit schafft.
Am meisten gefallen haben mir die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen, und das außergewöhnlich gute Verhältnis innerhalb des Teams. Auch die flexiblen Arbeitszeiten und die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, empfand ich als großen Vorteil.
Insgesamt hat das Praktikum meine beruflichen Vorstellungen erweitert. Während ich ursprünglich vor allem praktische Erfahrungen im Marketing sammeln wollte, wurde mir zunehmend bewusst, wie wichtig vielseitige Kompetenzen und kontinuierliche persönliche Weiterentwicklung sind.
Gerade in einer Arbeitswelt, die sich durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz stark verändert, halte ich Anpassungsfähigkeit und die Bereitschaft, ständig Neues zu lernen, für besonders wichtig.
Dass ich nach meinem Praktikum als Werkstudent bei DRIVAR weiterbeschäftigt wurde und mittlerweile zusätzliche Verantwortung übernehmen konnte, ist für mich eine schöne Bestätigung meiner Entwicklung.
Leben
Während meines Praktikums wohnte ich weiterhin in Stendal und pendelte regelmäßig mit dem Zug nach Magdeburg. Die Fahrt dauerte ungefähr eineinhalb Stunden pro Strecke.
Trotz des relativ langen Arbeitswegs empfand ich das Pendeln meistens nicht als besonders anstrengend, da ich die Fahrtzeit bereits zum Arbeiten nutzen konnte. Lediglich bei Zugausfällen oder größeren Verspätungen wurde es gelegentlich etwas nervig.
Auch die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben funktionierte insgesamt sehr gut. Durch die flexiblen Arbeitszeiten konnte ich meinen Alltag weitgehend selbstständig organisieren und unternahm auch nach Feierabend regelmäßig etwas in Magdeburg.
Fotostrecke Leben
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Hätte ich das gewusst!
Wenn ich mich heute noch einmal für ein Praktikum entscheiden müsste, würde ich mich definitiv wieder für DRIVAR entscheiden.
Auch wenn die vier Monate teilweise sehr herausfordernd waren, habe ich mich in dieser Zeit sowohl fachlich als auch persönlich enorm weiterentwickelt.
Ein Praktikum bei DRIVAR eignet sich meiner Meinung nach besonders für Menschen, die motiviert sind, eigenständig arbeiten möchten und wirklich etwas bewegen wollen. Wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, neue Dinge auszuprobieren und einen echten Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen, kann hier unglaublich viel lernen.
Weniger geeignet ist ein solches Praktikum hingegen für Personen, die hauptsächlich einen möglichst entspannten und vorhersehbaren Arbeitsalltag suchen. Gerade in einem Startup sollte man darauf vorbereitet sein, dass sich Prioritäten kurzfristig ändern und auch einmal stressige Phasen entstehen können.
Wenn ich meinem früheren Ich vor dem ersten Praktikumstag einen Rat geben könnte, wäre es vor allem, gelassener zu bleiben und nicht alles persönlich zu nehmen. Gerade in einem leistungsorientierten Umfeld kann man schnell dazu neigen, sich selbst zu sehr unter Druck zu setzen.
Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Arbeit zwar ein wichtiger Teil des Lebens ist, aber nicht das gesamte Leben bestimmen sollte.
Mein Fazit: Ein gutes Praktikum sollte nicht nur den Lebenslauf bereichern, sondern vor allem dazu beitragen, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten besser kennenzulernen. Genau das hat mein Praktikum bei DRIVAR für mich erreicht.